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Treff am Turm

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»Kein so langweiliges Christentum« (Kurs-Nr. 21709)


Christoph Blumhardt als politischer Theologe und Pazifist

Seine Vision zielte auf das nahe bevorstehende Reich Gottes auf Erden, seine Mission lautete »Jesus ist Sieger!« Auf dieser Basis entfaltete Christoph Blumhardt, der Sohn des in Möttlingen und Bad Boll berühmt gewordenen Johann Christoph Blumhardt, seine politische Theologie. Während der Vater die durch ihn ausgelösten Gebetsheilungen als Zeichen des kommenden HERRN verstanden hatte, wollte Christoph nichts weniger als die Heilung der ganzen Menschheit und ihrer Welt. Er hielt sich an das Paulus-Wort: »Das Reich Gottes ist .. Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist« (letzteres verstanden als »Solidarität«; Römer 14,17). Dafür suchte er Bundesgenossen, die er aber innerhalb der Kirche nicht fand.

Der Vortrag schildert den Lebensweg von Christoph Blumhardt (1842–1919) und entfaltet seine Theologie der Hoffnung, die ihn zum Propheten des Religiösen Sozialismus machte. Seine zukunftsweisenden Einsichten, gepaart mit einer Kapitalismuskritik aus christlichem Geist, enthalten viele aktuelle Impulse für ein glaubwürdiges kirchliches wie persönliches Leben.

Albrecht Esche M.A., Theologe und Literaturwissenschaftler, war Gemeindepfarrer in Hohenstaufen und Ofterdingen, dann Studienleiter für Theologie/Literatur/Kunst an der Evangelischen Akademie Bad Boll. Autor von »Reich Gottes in Bad Boll. Religion, Kultur und Politik bei Johann Christoph Blumhardt und Christoph Blumhardt« (Bad Boll 20164).


Datum:Mittwoch, 15.11.2017
Zeit:19:30 Uhr
Ort:Gemeindezentrum Martinskirche
Referenten:Albrecht Esche
Teilnehmer-Gebühr:keine, Spende erbeten
Anmeldung:keine Anmeldung erforderlich.